Freitag, 18. Februar 2011

Sieben Thesen zum Video-Shopping-Markt in 2011

Ausblick: Sieben Thesen zum Video-Shopping-Markt in 2010

Nachdem im letzten Jahr emotionale Verkaufsansätze spürbar an Bedeutung gewonnen haben, starten wir 2010 mit einem Ausblick auf den Video-Markt. Folgende Trends werden unserer Meinung nach das Video-Jahr 2010 prägen:

1. Produktvideos werden zum Standard-Feature in vielen Shops

Klassische Verkaufsvideos sind inzwischen ECommerce-Mainstream. Zwar setzt noch längst nicht jeder Händler auf dieses Verkaufstool. Immer mehr Shopbetreiber wissen aber um das Potenzial von Produktvideos.
Auswertungen vom Usability-Blog zeigen, wie hoch die Nachfrage nach Infos rund um Verkaufsvideos aktuell ist. Großartige Neuerungen und zukunftsweisende Innovationen sind bei Produktvideos aber 2010 nicht zu erwarten. Dafür ist das Format an sich viel zu starr und vordefiniert.

2. In-Video-Shopping steht vor einem schwierigen Jahr

Nicht zuletzt weil Einkaufen in Video-Clips im Web 2.0 hierzulande bereits ohne Einschränkungen möglich ist, hat sich Cavi.tv den Titel als Innovationstreiber 2009 gesichert. In diesem Jahr aber dürfte sich das Innovationstempo bei Video-Shopping-Widgets deutlich verlangsamen.
Zwar sind die technischen Rahmenbedingungen für In-Video-Shopping vollends geschaffen. Jetzt aber geht es darum, die breite Masse der Online-Shopper von diesem Einkaufsprozess zu überzeugen, was dauern dürfte. Zu hoffen bleibt, dass dabei kein Investor ungeduldig wird.

3. Realtime-Video-Shopping gewinnt stark an Bedeutung

Während Twitter bereits den Online-Publishing-Sektor nachhaltig prägt, wird in diesem Jahr auch Echtzeit-ECommerce ein Trend-Thema. Ob nun aber Live-Shops oder Shopping-Clubs: Bei den meisten Verkaufsaktionen mit Echtzeit-Charakter verkauft zur Zeit in erster Linie noch der Preis.
Emotionale Verkaufsansätze dagegen gibt es kaum. Die Kombination aus Realtime-ECommerce und Video-Shopping wird daher dieses Jahr für ein paar vielversprechende Anwendungen sorgen. Gerade von Teleshopping-Sendern müssen Innovationen kommen.

4. Vielversprechende Augemented-Reality-Anwendungen entstehen

Die Webcam-Anwendung von Zugara hat Handelskraft für sich zur Video-Shopping-Anwendung des vergangenen Jahres gekürt. Und tatsächlich bergen solche Augmented-Reality-Services enormes Abverkaufspotenzial.
Auch wenn Anwendungen wie das Angebot von Zugara noch in den Kinderschuhen stecken, entstehen in diesem Jahr erste Ansätze für ansprechende Shopping-Dienste, die Emotion und Realität verknüpfen.

5. Bewegtbilder emotionalisieren Mobile-Shopping-Services

Auch wenn es traditionell ein Trend-Thema für das neue Jahr ist und an einen Godot-Markt erinnert: Dank Smartphones & Apps wird 2010 der Markt für Mobile Commerce tatsächlich an Fahrt aufnehmen.
Zwar ist die Handelsbranche zur Zeit noch auf der Suche nach mediengerechten und auf mobile Nutzungssituationen abgestimmte Shopping-Anwendungen. Visuelle Verkaufsansätze aber haben das Potenzial zur Killeranwendung für zukunftsweisende Mobil-Dienste.

6. Dreidimensionale Videos kommen nur als Nischenanwendung zum Einsatz

Visuelle Verkaufsansätze funktionieren immer dann, wenn sie Kunden einen Vorteil gegenüber klassischen Bild- und Textbeschreibungen bieten. Und genau so ein Kundenvorteil fehlt bei 3D-Videos zur Zeit schlichtweg.
Auch wenn einige Dienstleister hier und dort bereits einen 3D-Trend zu erkennen meinen: Auf absehbare Zeit werden 3D-Videos im Online-Handel kaum an Relevanz gewinnen. So haben bereits unter anderem 3D-Shopping-Malls im E-Commerce nicht funktioniert.

7. Video-Inhalte in Print-Magazinen bleiben eine Spielerei

Im vergangenen Jahr sind Bewegtbilder auch in gedruckten Broschüren und Flyern angekommen. Und auch 2010 experimentieren namhafte Versandhändler mit ungewöhnlichen Offline-Video-Formaten.
ECommerce-Experten bescheinigen Print-Videos allerdings wenig Zukunftspotenzial. In der Tat dürften Käufe künftig eher auf neuen Endgeräten stattfinden als auf visuell reanimierten toten Bäumen.

Unser Ausblick soll in erster Linie eine Diskussionsgrundlage bilden und nicht unbedingt eine finale Berichterstattung darstellen. Haben wir etwas übersehen? Liegen wir irgendwo daneben? Über Meinungen und Kommentare freuen wir uns!

(Quelle: Videoshoppingdays.de, Verfasst von Stephan Meixner)

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